Archiv der Kategorie: Bildungspartner

Neuigkeiten rund um unsere Bildungspartner.

Spannende Einblicke – Das NWT-Profil zu Gast bei Förster-Technik

Am Donnerstag, den 19.04.2018,  waren die Schülerinnen und Schüler des Profils Naturwissenschaft und Technik (NWT) des Gymnasiums Engen zu Gast bei Förster-Technik, dem Weltmarktführer für automatisierte Lösungen zur Aufzucht von Jungtieren. Im Rahmen einer Betriebsbesichtigung am Standort Engen konnten die interessierten Schülerinnen und Schüler die Entstehung eines Produkts vom Konzept über alle Stationen der Fertigung bis hin zu Verpackung und Versand nachvollziehen. Martin Schoch und Alfred Steiner gewährten dabei spannende Einblicke in ihr Unternehmen und beantworteten bereitwillig die vielen Fragen der Schülerinnen und Schüler.

„Für uns als Schule ist Förster-Technik der ideale Partner, um die im neuen Bildungsplan geforderte technische Bandbreite anschaulich zu vermitteln und begreifbar zu machen. Ob Konstruktion, Elektronik oder Mikrocontroller-Programmierung – all diese Bildungsinhalte können unsere Schüler direkt bei Förster erleben“, so der sichtlich begeisterte Peter Auchter, Leiter der Fachschaft NWT am Gymnasium Engen. „Mein Dank gilt insbesondere Herrn Alfred Steiner, der unseren Besuch durch sein persönliches Engagement erst möglich gemacht hat“, so Auchter weiter.

Bereits im Vorfeld des Besuchs waren mögliche Kooperationsfelder erörtert worden. So soll die Zusammenarbeit von Schule und Unternehmen in Zukunft weiter gefestigt werden. Auch Geschäftsführer Markus Förster zeigt sich erfreut über das Interesse der Schülerinnen und Schüler. „Für uns ist die Kooperation mit dem Gymnasium auch ein Bekenntnis zur Verantwortung am Standort Engen. Wir geben Jugendlichen in Engen damit einen Einblick in die betriebliche Wirklichkeit und Perspektiven – auch für ihre berufliche Zukunft“, so Markus Förster.

Für ein Projekt im NWT-Unterricht in Klasse 10 konnte das Gymnasium bereits auf die Unterstützung von Förster-Technik zurückgreifen. So fertigt das Unternehmen für ein Schulprojekt Microcontroller-Platinen, die zur Steuerung von autonomen Fahrrobotern dienen, welche die Schüler im Unterricht entwickeln und bauen. „In dieser Fertigungstiefe wäre das mit unseren Schulmitteln nicht zu erreichen gewesen. Förster bereichert damit ganz direkt unsere Unterrichtsqualität im technischen Bereich“, so Fachlehrer Peter Auchter während eines Planungstreffens mit Geschäftsführer Thomas Förster, bei dem die technischen Einzelheiten der Platine besprochen wurden.

Auch Bürgermeister Johannes Moser zeigt sich erfreut über die entstehende Kooperation. „Wir freuen uns immer, wenn örtliche Betriebe unsere Schulen unterstützen und damit den Bildungs- und Ausbildungsstandort Engen weiter voranbringen“, so Moser im Vorfeld der Betriebserkundung.

„Für das Fach Wirtschaft, das im neuen gymnasialen Bildungsplan bereits ab Klasse 8 verankert ist, sind außerschulische Lernorte und Vorbilder aus Wirtschaft und regionaler Unternehmerschaft für uns zentral“, so Dominik Hofferer, der stellvertretend für die Bereiche Wirtschaft und Berufsorientierung zugegen war. „Sowohl das Fach Wirtschaft, als auch unser Seminarkurs, in dem unsere Schüler eigene Unternehmen gründen und so modellhaft unternehmerische Kompetenzen erwerben, profitieren erheblich von externer Expertise, die wir gerne an die Schule bringen möchten“, so Hofferer weiter. Im Rahmen des schulischen Berufsorientierungskonzepts, für das das Gymnasium Engen im Schuljahr 2017 mit dem BoriS-Zertifikat für berufsorientierte Schulen ausgezeichnet worden war, bietet Förster-Technik mit seinen vielfältigen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten große Chancen. Hier engagiert sich das Unternehmen bereits seit mehreren Jahren und bietet Schülern des Gymnasiums Praktikumsplätze zur beruflichen Orientierung.

Schulleiter Thomas Umbscheiden unterstreicht die Bedeutung von Partnerschaften für das Gymnasium. „Kooperationen mit außerschulischen Partnern stellen eine wichtige Bereicherung unseres Schullebens dar. Häufig sind es die Fahrten, Projekte und gemeinsamen Aktionen, die unseren Schülerinnen und Schülern nachhaltig in Erinnerung bleiben und maßgeblich zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen“, so Umbscheiden anlässlich der Exkursion zu Förster-Technik.

(v.l.): Martin Schoch, Peter Auchter,, Dominik Hofferer, Markus Förster, Alfred Steiner mit den Schülern des NWT-Profils

Eine ganz besondere Überraschung erwartete die Schüler am Ende des Besuchs bei Förster-Technik:

Markus Förster, Martin Schoch und Alfred Steiner übergaben den Schülerinnen und Schülern sowie ihrem Lehrer Peter Auchter einen 3D-Drucker mitsamt ersten Materialien für den Einsatz im NWT-Unterricht. „Wir freuen uns, euch damit neue und spannende Projekte zu ermöglichen“, so Markus Förster bei der Übergabe an die Schülerinnen und Schüler. Bereits kurze Zeit nach dem Erhalt des Druckers war dieser auch schon im Einsatz. „Das erste Ergebnis sind Kunststoffteile für die Radaufhängung unserer Fahrroboter, die es so nicht zu kaufen gibt“, so Peter Auchter, der bereits am Folgetag die ersten Druckerzeugnisse präsentierte.

Alle Beteiligten zeigten sich äußert angetan von den ersten Schritten der Kooperation. Auf dieser Basis sollen nun weitere Möglichkeiten der langfristigen  Zusammenarbeit besprochen und konzipiert werden, von denen die Schüler vieler weiterer Jahrgänge am Gymnasium Engen profitieren können.

MISEREOR Fastenaktion 2018: Heute schon die Welt verändert?  

MISEREOR Aktion 2018Im Rahmen der MISEREOR Fastenaktion war am 6.03.2018  ein Vertreter aus dem diesjährigen Partnerland Indien bei uns zu Gast am Gymnasium Engen. Herr Kumar arbeitet als Sozialarbeiter in einem Projekt in Patna mit Straßenverkäufern und  Slumbewohnern. Die SchülerInnen der Klassen 9, 8 und 5 lauschten gespannt seinen Berichten. Herr Kumarhilft gemeinsam mit MISEREOR, dass Kinder aus den Slums  in Klassen unterrichtet werden und dort lesen und schreiben lernen, damit sie nicht mehr Müll suchen und verkaufen müssen. Er organisiert mit Slumbewohnern, dass deren Hütten  von der Stadtverwaltung wegen Parkplatzbedarf nicht abgerissen werden, sondern die Bewohner eine Bleibe haben. Die indische Polizei wollte Herr Kumar wegen dessen Engagement schon öfter ins Gefängnis werfen. Ungeachtet dessen setzt sich Herr Kumar weiter für die Ärmsten in Indien ein.

MISEREOR Aktion 2018Die SchülerInnen bekamen an diesem Vormittag einen authentischen Einblick in die Verhältnisse von Armen in Indien und den Kampf dort gegen Ungerechtigkeit. Sie konnten ihre Fragen zu Indien und dem Leben dort stellen und Herr Kumar beantwortete sie alle. So war es für alle Beteiligte ein sehr intensives und bewegendes Ereignis! Wir danken herzlich Herrn Kumar, der Dolmetscherin Frau Metzger und dem MISEREOR-Mitarbeiter für die Abteilung Asien Herrn Lino Canete für Ihren Besuch bei uns in Engen und wünschen für Ihre weitere Arbeit alles Gute!

Hilfswerk MISEREOR

55 Jahre deutsch-französische Freundschaft – Ein Grund zu feiern!

WAS ICH MIR VON DER DEUTSCH-FRANZÖSISCHEN FREUNDSCHAFT WÜNSCHE?
– DASS SIE NIE AUFHÖRT !

Dieser Satz zierte eine der Friedenstauben, die anlässlich des 55-jährigen Jubiläums des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags von Schülern unseres Gymnasiums gen Himmel geschickt wurden – und zwar an 55 Luftballons in den jeweiligen Landesfarben !

Mit dieser Aktion wollten die Französischlehrkräfte den Schülern die Bedeutung des von Konrad Adenauer und Charles de Gaulle unterzeichneten Vertrags ins Bewusstsein rufen, sind doch aus ihm Städte-und Schulpartnerschaften hervorgegangen, vielfältige Austauschprogramme und eine von beiden Ländern gewünschte Zusammenarbeit auf wirtschaftlicher Ebene. Dazu muss man natürlich die Sprache des Nachbarlandes erlernen und sich idealerweise selbst dorthin begeben. Vielen Engener Schülern ist dies vergönnt, sei es durch die Städtepartnerschaft mit Trilport, sei es durch den Schüleraustausch mit dem Collège Françoise Dolto in Chaponost, einer Kleinstadt südwestlich von Lyon.

Dort wurde die deutsch-französische Freundschaft ebenfalls kräftig gefeiert, um so mehr als man seiner Freude über die durch Präsident Macron initiierte Wiederaufnahme des Deutschunterrichts in den sechsten Klassen Ausdruck verleihen wollte. Vertreter der Academie Lyon und des Wirtschaftsclubs Rhône-Alpes waren zu Gast. In Engen übernahm Sebastian Steinebach, Referent für Schul-und Bildungsarbeit des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, die offizielle Würdigung dieses Tages. Er forderte die Schüler auf, ihrerseits die deutsch-französische Freundschaft mit Leben zu füllen und so zur Friedenssicherung in Europa beizutragen.

Nenas Lied „99 Luftballons“, umgedichtet zu einer deutsch-französischen Friedensbotschaft, wurde sowohl in Chaponost als auch in Engen gesungen, bevor die Schüler die Luftballons steigen ließen. Während in Chaponost die bunten Ballons vom Wetter unbehelligt davonziehen konnten, mussten sie bei uns einem heftigen Regenguss trotzen, was der Stimmung jedoch keinen Abbruch tat und erst recht nicht der Freude auf den Schüleraustausch mit der Partnerschule im März.

Dagmar Schultz-Toder
Verantwortliche für den Frankreichaustausch

Fotos: Miray Cakir

Exkursion zum Konzentrationslager Natzweiler/Struthof – November 2017

Als wir nach mehr als zwei Stunden Busfahrt im Elsass ankamen, umwob ein dichter Nebel die Landschaft und ein anhaltender Regenschauer begleitete uns durch den gesamten Tag , ein passenderes Wetter hätte man sich kaum vorstellen können. Im Europäischen Zentrum der deportierten Widerstandskämpfer angekommen, wurden wir zunächst herzlich begrüßt. Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und sahen uns in dem Zentrum zunächst einen kurzen Dokumentarfilm über das ehemalige Konzentrationslager Natzweiler/Struthof an, der uns mit eindrücklichem Bild- und Videomaterial einen ersten Einblick über diesen Ort gab. Im Anschluss darauf ging es in den sogenannten ‚Kartoffelkeller‘, der von Häftlingen in mühseliger Arbeit errichtet wurde. Heute dient der Keller als Ausstellungsraum, in dem uns ein Zeitstrahl über die Zeit des Zweiten Weltkriegs und des so genannten „Dritten Reiches“ informierte. Auch eine Übersicht über verschiedene Konzentrationslager sahen wir uns an. Eine halbe Stunde verging und schon begaben wir uns in das eigentliche Konzentrationslager Struthof/ Natzweiler. Als sich die Tore des Lagers öffneten und wir in das, bis heute, stacheldrahtumzäunte Areal eintraten, herrschte direkt eine Atmosphäre, als würden wir eine komplett andere Welt betreten, da sofort jegliche Gespräche von einer nachdenklichen Stille unterbrochen wurden. Nahe bei einem Massengrab und zugleich Denkmal empfing uns die Fremdenführerin und führte uns Stück für Stück durch das Krematorium, die Baracken für das damalige Personal und ein Gebäude, das heutzutage als Ausstellungsraum dient. Dabei wurde uns alles erklärt und auf jede unserer Fragen wurde direkt eingegangen. Wenig später saßen wir wieder im Bus und machten uns auf den Weg zum Soldatenfriedhof in Bergheim. Dort angekommen liefen wir durch die Gräberreihen und manch einer fand auch seinen Nachnamen auf einem der Grabmale. Im Anschluss darauf wurde uns noch einiges über die Arbeit der Kriegsgräberfürsorge erzählt, sowie auch warum diese von solch essentieller Bedeutung ist. Mit den zahlreichen Eindrücken, die wir gesammelt haben und einem etwas flauen Gefühl im Magen verließen wir das Elsass und machten uns wieder auf den Heimweg.

An dieser Stelle möchte ich mich im Namen der Schüler- und Lehrerschaft noch einmal ganz herzlich bei der Stiftung Frieden und Gedenken bedanken, ohne die diese Fahrt gar nicht erst zustande gekommen wäre.

Bericht von Melanie Golder (10a)

Jetzt abstimmen: Gymnasium Engen beim Förderwettbewerb SpardaImpuls

Das Gymnasium Engen ist mit dem Projekt „The World Remembers“ beim Förderwettbewerb SpardaImpuls der Spardabank nominiert. Bitte unterstützen Sie die Bewerbung unserer Schule mit Ihren drei Stimmen!

Jetzt abstimmen: Projektseite des Gymnasiums Engen beim Wettbewerb SpardaImpuls

Vom 14. November (8 Uhr) bis 12. Dezember (18 Uhr) kann kostenlos abgestimmt werden, welche Schulprojekte wir mit den Publikumspreisen auszeichnen. Die 250 Projekte mit den meisten Stimmen werden von uns mit Preisen zwischen 250 Euro und 4.000 Euro gefördert. Zur Teilnahme an der Abstimmung gibt der Nutzer auf dem Projektprofil einer Schule seine Mobilfunknummer ein. An diese wird eine SMS mit drei Abstimmcodes versendet. Die drei Abstimmcodes entsprechen drei Stimmen, die in den folgenden 48 Stunden nach Anforderungszeitpunkt beliebig auf ein bis drei Schulen verteilt werden können. Die Abstimmung ist kostenlos und die Mobilfunknummern werden von uns nicht für Werbezwecke verwendet.

Engener Schüler besuchen Konzentrationslager „Struthof“ in Natzweiler und Kriegsgräberstätte Bergheim

Natzweiler Struthof 2016 BergheimAm 4. Oktober besuchten die Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse das ehemalige Konzentrationslager „Struthof“ in Natzweiler und die Kriegsgräberstätte Bergheim.

Nachdenklich waren die Schülerinnen und Schüler bereits am nachgebauten Eingangstor des ehemaligen Arbeitslagers, das damals durch doppelten Draht und einen 2 Meter breiten „Todesstreifen“ gesichert war und noch heute so nachempfunden dasteht.

Nach der Führung durch die ehemaligen Gefangenenbaracke, in der heute Bilder, Karten, Erläuterungen zum Lagerleben und Originale zu finden sind, begaben sich die Gruppen zur Gefängnis- und Krematoriums-Baracke, wo die Authentizität dieses Ortes durch ausgestellte Schuhe von Gefangenen und den Krematoriums-Ofen noch sehr stark zu spüren ist. Nach der Führung konnten die Jugendlichen das zuvor Gehörte beim Rundgang durch den „Kartoffelkeller“ noch einmal nachlesen. Dieser Keller musste zwischen 1941 und 1944 von Gefangenen gebaut werden, um durch viel zu harte Arbeit und schlechtes, weniges Essen ihren Willen zu brechen. Wer zu langsam arbeitete, wurde von bissigen Schäferhunden angetrieben.

Natzweiler Struthof 2016 VolksbundMit diesen Eindrücken ging es weiter auf die deutsche Kriegsgräberstätte nach Bergheim, wo Bildungsreferent Sebastian Steinebach vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Erläuterungen zu diesem ebenfalls beeindruckenden Ort machte und Fragen der Schülerinnen und Schüler beantwortete. Besonders interessierte die Jugendlichen das Namensbuch, in dem sie nach ihren Familiennamen und den Namen von Freunden und Nachbarn suchen konnten.

Durch Fahrten dieser Art wird nicht nur zum Nachdenken angeregt, sondern auch das geschichtliche Interesse von Teilnehmenden geweckt. Die Stiftung Gedenken und Frieden des Volksbundes beteiligte sich großzügig an der Finanzierung dieser Exkursion.