Theater AG

Theater-AG

Die Theater AG hat am Gymnasium Engen auch in der bisher kurzen Schulkarriere von Anfang an ein festes Standbein. Mit dem „Michel aus Lönneberga“ (2009), der Krimikomödie „Kommissarin X löst jeden Fall“ (2010) und dem Stück „Amok“ (2011) begann die Theaterarbeit in den ersten Jahren. Weiter folgten Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“ (2013), die Liebestragödie „Romeo und Julia“ (2014) von Shakespeare und eine Soiree zum Thema Grenzen im Jahr 2015. Der Literatur und Theaterkurs der Kursstufe 2 brachte im Januar diesen Jahres „Die Physiker“ auf die Bühne. Momentan bereiten wir eine weitere Soiree zum Thema Liebe vor, die wir im Herbst präsentieren wollen.

So können wir bereits auf eine beachtliche Anzahl größerer Aufführungen zurückschauen, die viel Spannung, Aufregung und vor allem Spaß gebracht haben. Wir sind gespannt, was Neues kommen wird!

Die Theater AG probt das ganze Schuljahr über und ist offen für Schülerinnen und Schüler, die gerne mal das Schaupielern ausprobieren wollen, um auf den Brettern, die die Welt bedeuten, zu stehen!

Hier ein kleiner Streifzug mit Einblicken in die Engener Theaterwelt:

Michel aus Lönneberga 2009

Michel war ein Lausejunge aus ’nem Dorf in Schweden,
nichts als dumme Streiche hatte er im Sinn.
Unter seinen Streichen litten Vater, Mutter, Ida,
auch die brave Lina und auch die Lehrerin.

Sing dudeldei, sing dudeldei, der Michel war bekannt,
sing dudeldei, sing dudeldei, bekannt im ganzen Land.
Sing dudeldei, sing dudeldei, der Michel war bekannt,
sing dudeldei, sing dudeldei, bekannt im ganzen Land.

So begann einst die Reise ins Theaterleben des Engener Gymnasiums. In den verschiedenen Rollen zu sehen waren:

Michel: Linda Baumgärtel, Alma (Mutter): Helen Kamla, Anton (Vater): Maximilian Hofer, Ida (Schwester): Miriam Herzig, Alfred (Knecht): Frederick Fritzsche, Lina (Magd): Friederike Halder, Arzt: Tristan Reisser

Der Südkurier kündigte unsere Premiere am 11.07.2009 wie folgt an:

Theater Michel Engen (jw) Zum ersten Mal präsentiert sich die neu gegründete Theater-AG am Gymnasium in Engen mit einem Theaterstück der Öffentlichkeit. Am Dienstag, den 14. Juli, und Mittwoch, den 15. Juli, wird in die Aula des Gymnasiums (ab 19 Uhr) eingeladen. Der Eintritt ist frei, um eine Spende bitten die jugendlichen Darsteller.

„Es wurde viel gearbeitet, geübt, und mit großem Spaß haben sich die Jugendlichen Darsteller und Darstellerinnen optimal vorbereitet“, lobt die Leiterin der Theater-AG, Maren Ossig. Gespielt wird das Stück „Michel aus Lönneberga“ von Astrid Lindgren. Zum Inhalt: Michel Svensson lebt auf dem Hof Katthult in dem Dorf Lönneberga in Schweden zusammen mit Vater Anton, Mutter Alma, seiner Schwester Klein-Ida, dem Knecht Alfred und der Magd Lina. Dort und im ganzen Dorf stellt Michel allerlei Unfug an. Immer, wenn Michel etwas angestellt hat, wird er in den Tischlerschuppen gesperrt, wo er dann kleine Holzmännchen schnitzt. So entsteht mit der Zeit eine beachtliche Holzmännchen-Sammlung.

Michel TheaterMichel ist aber auch sehr hilfsbereit und gutherzig. So versucht er beispielsweise der Magd Lina auf vielfache Weise einen Zahn zu ziehen, lädt die Menschen aus dem Armenhaus am Weihnachtstag zu einem Festessen ein oder rettet den Knecht vor einer Blutvergiftung.

Schlimm wird alles, als er seinen Kopf in eine Schüssel steckt . . . Mehr soll aber noch nicht verraten werden, damit ein wenig Spannung bleibt.

Am kommenden Mittwoch (15. Juli) findet auch noch eine Vorstellung um 15 Uhr speziell für Kinder und Mitschüler statt. Hier würden sich die Darsteller auch über einen Besuch der zukünftigen Fünftklässler aus der Umgebung freuen. 

Kommissarin X löst jeden Fall 2010

Komissarin X Löst Jeden Fall TheaterGenauso lustig, aber auch mit einer Portion Spannung und Hand in Hand mit der notwendigen „Spürnase“ ging es weiter mit detektivischer Schauspielkunst.

Hier ein Auszug aus dem selbstgestalteten Programmheft:

In der Kriminalkomödie „Kommissarin X löst jeden Fall“ von Thomas Koller geht es um die  Lösung eines Mordfalles in einem Theater. Eine Schülerin wird während einer Aufführung ermordet. Die Kommissarin und ihr Gehilfe Max übernehmen diesen kniffligen Fall. Gesucht wird über Motive, Hinweise… doch ob das reicht, um den Täter oder die Täterin zu überführen ist fraglich.

 

Regie :Maren Ossig

Technik: Andre Werner, Matthias Halder

Bühnenbild: Frauke Zieris, Maren Ossig

Filmsequenz: Lena Kamenzin

Maskenbild: Tatjana Breinlinger

 

Die wilden Hühner 2011

Die „Wilden Hühner“, eine Mädchenbande, liegt ständig im Streit mit den „Pygmäen, einer Jungenbande aus dem gleichen Ort. Die Zeit, die die Wilden Hühner zusammen verbringen, nutzen sie nicht selten im Hühnerstall. Als aber die Hühner geschlachtet werden sollen, verbünden sich die Gruppen, um die Hühner gemeinsam zu retten.

Die „kleine Theater-AG“ der Klassen 5-7 führt dieses Stück in Anlehung an die Romane von Cornelia Funke auf. Die jungen Schauspieler zeigen, dass man auch schon in der Unterstufe Theater spielen kann.

 

Amok 2011

Im Jahr 2011 wagten wir uns an eine ernsthafte und durchaus traurige Thematik heran. Das Stück „Amok“ lehnt sich an den Jugendroman „Ich knall euch ab“ von Morton Rhue an und beleuchtet ein Schulleben, in dem zwei Jungen ein Attentat verüben. Mit viel Engagement wurde der Roman in eine Bühneninszenierung umgeschrieben.

Der Südkurier berichtet am 25.11.2011:

Mit der Inszenierung „Amok“ erntet die Theater-AG des Gymnasiums Respekt – gerade weil keine leichte Kost geboten wurde

Engen (web) „Amok“ – so wurde das Theaterstück betitelt, das in der Aula des Gymnasiums Engen aufgeführt wurde. Mit Amok verbindet man grausame Gräueltaten wie das Blutbad an der Realschule in Winnenden 2009 oder an einem Gymnasium in Erfurt 2002. Umso gewagter war das Vorhaben der Theater-AG des Gymnasiums, das Thema szenisch umzusetzen.

Konkret ging es in dem Stück um drei Jahre des Lebens zweier Jugendlicher: Gary und Brendan. Gespielt wurden die beiden Hauptrollen von Helen Kamla und Lena Kamenzin. Cliquenbildung, Drangsale sowie mentale und körperliche Gewalt sind an der Tagesordnung. Die beiden kapseln sich immer mehr ab, experimentieren mit Alkohol und Drogen wie auch mit Waffen und Sprengstoff. Im Geheimen wird geplant, wie sie sich an ihren Mitschülern rächen können. Aber wie konnte es so weit kommen? Das Theaterstück beleuchtet Situationen aus unterschiedlichen Blickwinkeln. So gelingt es den Schülern darzustellen, wie die Verknüpfung mehrerer Umstände zu einer Kettenreaktion führen kann, die kaum mehr aufzuhalten ist. Wie ein roter Faden ziehen sich dabei die Abschiedsbriefe der Protagonisten durch das Stück. Sie werden zuerst teilweise und dann vollständig vorgetragen, um Hintergründe zu beleuchten. Das Ambiente stimmt an den beiden Abenden, als die Schüler der Theater-AG die Bühne betreten und die Premiere des Schauspiels zum Besten gaben. Die Aula des Gymnasiums war übervoll. Die 19 Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft wurden angeleitet von Maren Ossig und Mirjam Huss. Zusammen mit einigen Schülern haben sie das Drehbuch frei nach dem Roman von Morton Rhue „Ich knall euch ab“ erarbeitet.

„Das Stück heute Abend war keines für Popcorn und Chips. Stellenweise ging es unter die Haut. Ich bin stolz, solch eine Theatertruppe hier an der Schule zu haben. Bedanken möchte ich mich bei meinen Kolleginnen, Maren Ossig und Mirjam Huss, ohne die diese beiden Theaterabende nicht möglich gewesen wären“, zeigte sich Schulleiter Thomas Umbscheiden von der Leistung der Theater-AG beeindruckt.

 

Der Besuch der alten Dame 2013

Theater Besuch der alten DameDürrenmatt führte die TheaterAG in eine groteske Szenenerie. Eine Million für einen Mord? Mit diesem uncharmanten Angebot tritt Claire Zachanassian an die Bürger des Dorfes Güllen heran. Können diese dem wiederstehen?

Die Schauspieler

Claire Zachanassian (Linda Baumgärtel)

Alfred Ill (Helen Kamla), Frau Ill (Ronja Rasser), der Bürgermeister (Vanessa Müller), Arzt und Maler (Miriam Herzig), der Pfarrer (Sahide Thoma), der Lehrer (Eva Krummel), der Polizist (Alina Stadermann)

Der Butler (Lynn Kaufmann), die Gatten (Anna Glatt), Roby und Toby (Roman Zhdanov und Leon Roob), Koby und Loby (Lena Kamnezin und Lioba Benter),

Bühnenmusik

Hanna Maier (Querflöte), Lilli Landthaler, Franziska Meßmer (Oboe), Maximilian Hofer (Saxophon), Julian Weber (Trompete), Johannes Finsler (Gitarre), Rosalie Betz (E-Bass und Kontrabass), Viola Nutz (Klavier), Marlene Sterk, Jan Philipp Ziser (Percussion)

Regie: Mirjam Huss und Maren Ossig         Musikalische Leitung: Jochen Meiers

Romeo und Julia 2014

Theater Romeo und JuliaAuch im folgenden Jahr wurde ein Theaterklassiker als Freiluftstück umgesetzt:

Romeo und Julia – ein Gemeinschaftsprojekt von 21 Schauspieler und 9 Musiker unter der Leitung von Mirjam Huss, Maren Ossig und Jochen Meiers.

Soiree zum Thema Grenzen 2015

Soiree Grenzen TheaterGrenzen gibt es viele: auf der Landkarte, in der Gesellschaft oder auch nur in unseren Köpfen…

Dieses Thema ließ uns deshalb etwas über den Tellerrand einer üblichen Theateraufführung schauen. Wir trugen verschiedene Szenen zu diesem Thema aus unterschiedlichen bekannten Dramen zusammen. So wurden beispielsweise Standesgrenzen in „Kabale und Liebe“ in den Blick genommen oder die Wissenschaft mit „Das Leben des Galilei“oder „Faust“ auf ihre Grenzen hin beleuchtet. Eigens geschriebene Szenen wurden zum Mauerfall 1989, einer Schulsituation heute oder in Anlehnung an die Filme zu „Geschwister Scholl“ oder „Der Pianist“ verfasst. Ein gelungenes Stück, das in Zusammenarbeit der Theater-AG und dem Literatur- und Theaterkurs unter der Leitung von Veronika Eck und Maren Ossig auf die Bühne kam.

 

Die Physiker 2016 Literatur-und Theater-Kurs (K2)

Der Literatur- und Theaterkurs machte sich in seinem zweiten Kursjahr auf und nahm sich für das Projekt eine Theateraufführung im klassischen Stil vor. Etwas Witziges sollte es sein. Fündig wurden sie bei Dürrenmatts Humor, der mit seinem Stück Kritik an der Gesellschaft übt und zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den Erfindungen der Neuzeit anhält.

 

Im Herbst, also zu Beginn des kommenden Schuljahres, ist nochmals eine Soiree geplant. Das Thema, das sich die Theater-AG hierfür vorgenommen hat: Liebe geht durch alle Zeit und jeden Raum

Es geht demnach weiter, wir können gespannt sein.

Maren Riexinger