Alle Beiträge von Ole Wangerin

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Besuch auf dem „Menschenfresserberg“

Es war Geschichte zum Anfassen, die der 4stündige Geschichtskurs des Gymnasiums am vergangenen Dienstag erlebte. Bei strahlendem Sonnenschein gingen die Schülerinnen und Schüler unter der fachkundigen Führung von Sebastian Steinebach, Bildungsreferent des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V., durch die Schützengräben des Ersten Weltkrieges am Hartmannswillerkopf (Elsass), in denen ca. 30.000 deutsche und französische Soldaten ihr Leben ließen. Vier Jahre lang lagen deutsche und französische Truppen in den Schützengräben auf dem Hartmannswillerkopf und versuchten die Bergkuppe (957 m.ü.M.) zu erobern. Teilweise näherten sich die Schützengräben der verfeindeten Armeen bis auf 15 Meter an. Der Gegner bekam so ein Gesicht – und blieb dennoch ein tödlicher Feind. Militärisch war der Berg eher von geringer Bedeutung und wechselte in den Kriegsjahren vier Mal den Besitzer – aber sein Gipfel bietet noch heute einen kolossalen Ausblick auf das Rheinland.

Die vier Kriegsjahre hinterließen bis heute noch sichtbare Spuren des Krieges. Mannshohe Schützengräben, Versorgungstunnel, Bunkeranlagen, Aussichtsposten, Stacheldrahtverhaue und Granattrichter sind stumme Zeugen eines sinnlosen Krieges, welche die Schülerinnen und Schüler sichtbar beeindruckten. Bereits am 3. August 2014, dem 100. Jahrestag der Kriegserklärung Deutschlands an Frankreich waren Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Engen dabei, als die damaligen Präsidenten François Hollande (Frankreich) und Joachim Gauck (Deutschland) den Grundstein für eine deutsch-französische Gedenkstätte legten. Es war der Irrglaube an die Überlegenheit der eigenen Nation über andere Nationen, der damals die europäischen Großmächte gegeneinander aufbrachte. Dass heute deutsche und französische Jugendliche gemeinsam der Schrecken des Krieges gedenken, ist ein wichtiges Zeichen der Versöhnung.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. ist nicht nur einer der großen humanitären Verbände Deutschlands, sondern die einzige Kriegsgräberorganisation weltweit mit einer eigenen Jugend- und Schularbeit. Mit der Jugendarbeit verbindet der Volksbund das Ziel, junge Menschen an die Gräber der Opfer von Krieg und Gewalt zu führen und sie für die Folgen von Krieg und Gewalt zu sensibilisieren. Seit vielen Jahren ist der Volksbund ein enger Bildungspartner des Gymnasiums, begleitet und organisiert die jährliche Bildungsfahrt der 10. Klassen ins ehemalige KZ Struthof-Natzweiler und hat die Exkursion des Geschichtskurses an den Hartmannswillerkopf für den Geschichtskurs finanziert und fachkundig geleitet. Die wertvolle Arbeit für den Frieden wird durch Spenden finanziert, die unter anderem im Rahmen der Haus- und Straßensammlung zusammen getragen werden.

Aufruf: Lebensmittel für Bedürftige in der Republik Moldau – Gemeinsame Aktion mit PRO HUMANITATE

Auch in diesem Jahr werden am Bildungszentrum Engen Lebensmittel für Bedürftige in der Republik Moldau gesammelt. Noch immer gilt das kleine Land (ca. 3,5 Millionen Einwohner) zwischen Rumänien und der Ukraine als eines der ärmsten Länder Europas. Obgleich das BIP in den vergangenen Jahren leicht gewachsen ist, herrscht unter weiten Teilen der Bevölkerung noch immer große Armut. Eine funktionierende Infrastruktur ist vielerorts nicht vorhanden, noch nicht einmal der Zugang zu sauberem Trinkwasser kann gewährleistet werden. Die Hoffnungen auf engere Wirtschaftsbeziehungen mit der EU scheitern auch heute noch oftmals an der verbreiteten Korruption, Bürokratie und Mängeln bei Konzeption und Umsetzung von Investitionsförderungsmaßnahmen.

Die engener Hilfsorganisation PRO HUMANITATE (www.mfor.de) ist seit Jahrzehnten auf nachhaltige Weise in der Republik Moldau aktiv: beim Bau von Brunnen und Wasserversorgungsleitungen, beim Aufbau von Sozialküchen, Schulen und Kindergärten. Im medizinischen Bereich hilft PRO HUMANITATE bei der Ausstattung von Krankenhäusern und – wie zuletzt – beim Ausbau von Zahnarztpraxen. Diese Arbeit erfolgt ausschließlich auf Spendenbasis.

In den Wintermonaten werden Jahr für Jahr Lebensmittelpakete zu den Ärmsten der Armen nach Hause gebracht. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hilfsorganisation besuchen bedürftige Familien, übergeben die Lebensmittelpakete persönlich und schauen, ob ggf. weitere Hilfsleistungen nötig und möglich sind.

Seit zehn Jahren unterstützen auch die engener Schulen diese wichtige Arbeit und bitten jährlich um Lebensmittelspenden für die Republik Moldau. Bis 7. Dezember besteht die Möglichkeit unten stehende Lebensmittelspenden im Bildungszentrum abzugeben. Diese werden zunächst in der Aula des Gymnasiums gesammelt und dann mit Schülerinnen und Schülern zu normierten Hilfspaketen zusammengepackt. Folgende Lebensmittel u.ä. werden benötigt:

·         Zucker (je 1kg)

·         Hartweizengries (je 500g)

·         Spaghetti (je 500g)

·         Langkornreis (je 1kg)

·         Kaffee gemahlen (je 500g)

·         Handcreme (je 100ml)

·         Zahnbürsten (2er Pack)

·         Zahnpasta (125ml)

·         Haushaltskerzen (Höhe ca. 10cm, Durchmesser. ca. 2cm)

·         Schokolade (je 100g)

·         Kakao-Pulver (Kaba) (500g Beutel)

·         Multivitamin Bonbons (je 250g)

Bitte achten Sie unbedingt auf o.g. Packungsgrößen!

Wegen entsprechender Zollvorschriften ist es unbedingt notwendig auf die Mindesthaltbarkeit der Lebensmittel zu achten: Dieses muss mindestens noch 12 Monate betragen, ansonsten können die Lebensmittel nicht in die Republik Moldau eingeführt werden (für Schokolade gilt ein verkürztes MHD von 6 Monaten).

Ein von den Schülerinnen und Schülern gepacktes, normiertes Hilfspaket enthält 5kg Zucker, 1,5kg Hartweizengries, 2,5kg Spaghetti, 5kg Reis, 500g Kaffee, 2 Handcremes, 2 Zahnbürsten, 1 Zahnpasta, 5 Haushaltskerzen, 300g Schokolade, 500g Kakaopulver, 1kg Bonbons.

Lebensmittelspenden können zu den gewöhnlichen Öffnungszeiten der Schulen (ca. 7 bis 16 Uhr) abgegeben werden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Engener Schülerinnen und Schüler besuchten das ehemalige Konzentrationslager „Struthof“ in Natzweiler und auf die Kriegsgräberstätte Bergheim

Am 15. Oktober besuchten die Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse das ehemalige Konzentrationslager „Struthof“ in Natzweiler die Kriegsgräberstätte Bergheim.
Nachdenklich waren die Schülerinnen und Schüler bereits am nachgebauten Eingangstor des ehemaligen Arbeitslagers, das damals durch doppelten Draht und einen 2 Meter breiten „Todesstreifen“ gesichert war und noch heute so nachempfunden dasteht.

Nach der Führung durch die ehemaligen Gefangenenbaracke, in der heute Bilder, Karten, Erläuterungen zum Lagerleben und Originale zu finden sind, begaben sich die Gruppen zur Gefängnis- und Krematoriums-Baracke, wo die Authentizität dieses Ortes durch ausgestellte Schuhe von Gefangenen und den Krematoriums-Ofen noch sehr stark zu spüren ist. Nach der Führung konnten die Jugendlichen das zuvor Gehörte beim Rundgang durch den „Kartoffelkeller“ noch einmal nachlesen. Dieser Keller musste zwischen 1941 und 1944 von Gefangenen gebaut werden, um durch viel zu harte Arbeit und schlechtes, weniges Essen ihren Willen zu brechen. Wer zu langsam arbeitete, wurde von bissigen Schäferhunden angetrieben.

Mit diesen Eindrücken ging es weiter auf die deutsche Kriegsgräberstätte nach Bergheim, wo Bildungsreferent Sebastian Steinebach vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Erläuterungen zu diesem ebenfalls beeindruckenden Ort machte und Fragen der Schülerinnen und Schüler beantwortete. Besonders interessierte die Jugendlichen das Namensbuch, in dem sie nach ihren Familiennamen und den Namen von Freunden und Nachbarn suchen konnten.

Einige der beteiligten Schülerinnen und Schüler werden am Volkstrauertag die Eindrücke ihres Besuchs und ihrer Beschäftigung mit Soldatenschicksalen des Ersten Weltkrieges auf einer Gedenkfeier in Bergheim (Frankreich) vortragen.
Durch Fahrten dieser Art wird nicht nur zum Nachdenken angeregt, sondern auch das geschichtliche Interesse von Teilnehmenden geweckt. Finanzielle Zuschüsse der „Stiftung Gedenken und Frieden“ des Volksbundes und des Landesjugendplanes Baden-Württemberg ermöglichten diese wichtige Exkursion.

Friedensfahrt der 10b ins Elsass mit unserem Bildungspartner

Auf Initiative unseres Bildungspartners, dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., besuchte die 10b an diesem Donnerstag den deutschen Soldatenfriedhof in Illfurth (Elsass) und den französischen Soldatenfriedhof in Mulhouse.

Gemeinsam mit zwei französischen Klassen verlasen unsere Schülerinnen und Schüler deutsche und französische Feldpostbriefe aus dem Ersten Weltkrieg und gedachten der Toten des vor 100 Jahren zu Ende gegangenen Krieges. In Illfurth besuchte die deutsch-französische Schülergruppen auch das Grab des ersten deutschen gefallen deutschen Soldaten des Ersten Weltkrieges, Albert Mayer.
Inhaltlich vorbereitet wurde die Bildungsfahrt durch Sebastian Steinebach, den Bildungsreferenten unseres Bildungspartners, der die Klasse vor einer Woche in vier Unterrichtsstunden besucht hatte.

Wichtigster Anlass der Fahrt ins Elsass war jedoch nicht der Blick zurück und das Gedenken an den Ersten Weltkrieg. Gemeinsam mit den französischen Jugendlichen pflanzten unsere Schülerinnen und Schüler in Illfurth und Mulhouse jeweils einen Baum der Erinnerung und der Hoffnung auf eine gemeinsame, europäische Zukunft, deren Gestaltung in den Händen unseren Schülerinnen und Schüler liegt.

Exkursion zum Konzentrationslager Natzweiler/Struthof – November 2017

Als wir nach mehr als zwei Stunden Busfahrt im Elsass ankamen, umwob ein dichter Nebel die Landschaft und ein anhaltender Regenschauer begleitete uns durch den gesamten Tag , ein passenderes Wetter hätte man sich kaum vorstellen können. Im Europäischen Zentrum der deportierten Widerstandskämpfer angekommen, wurden wir zunächst herzlich begrüßt. Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und sahen uns in dem Zentrum zunächst einen kurzen Dokumentarfilm über das ehemalige Konzentrationslager Natzweiler/Struthof an, der uns mit eindrücklichem Bild- und Videomaterial einen ersten Einblick über diesen Ort gab. Im Anschluss darauf ging es in den sogenannten ‚Kartoffelkeller‘, der von Häftlingen in mühseliger Arbeit errichtet wurde. Heute dient der Keller als Ausstellungsraum, in dem uns ein Zeitstrahl über die Zeit des Zweiten Weltkriegs und des so genannten „Dritten Reiches“ informierte. Auch eine Übersicht über verschiedene Konzentrationslager sahen wir uns an. Eine halbe Stunde verging und schon begaben wir uns in das eigentliche Konzentrationslager Struthof/ Natzweiler. Als sich die Tore des Lagers öffneten und wir in das, bis heute, stacheldrahtumzäunte Areal eintraten, herrschte direkt eine Atmosphäre, als würden wir eine komplett andere Welt betreten, da sofort jegliche Gespräche von einer nachdenklichen Stille unterbrochen wurden. Nahe bei einem Massengrab und zugleich Denkmal empfing uns die Fremdenführerin und führte uns Stück für Stück durch das Krematorium, die Baracken für das damalige Personal und ein Gebäude, das heutzutage als Ausstellungsraum dient. Dabei wurde uns alles erklärt und auf jede unserer Fragen wurde direkt eingegangen. Wenig später saßen wir wieder im Bus und machten uns auf den Weg zum Soldatenfriedhof in Bergheim. Dort angekommen liefen wir durch die Gräberreihen und manch einer fand auch seinen Nachnamen auf einem der Grabmale. Im Anschluss darauf wurde uns noch einiges über die Arbeit der Kriegsgräberfürsorge erzählt, sowie auch warum diese von solch essentieller Bedeutung ist. Mit den zahlreichen Eindrücken, die wir gesammelt haben und einem etwas flauen Gefühl im Magen verließen wir das Elsass und machten uns wieder auf den Heimweg.

An dieser Stelle möchte ich mich im Namen der Schüler- und Lehrerschaft noch einmal ganz herzlich bei der Stiftung Frieden und Gedenken bedanken, ohne die diese Fahrt gar nicht erst zustande gekommen wäre.

Bericht von Melanie Golder (10a)

Lebensmittelaktion 2017

Auch in diesem Jahr möchten wir in den Wochen vor Weihnachten mit unserem humanitären Bildungspartner PRO HUMANITATE Lebensmittel für bedürftige Menschen in der Republik Moldau sammeln. Wir bitten euch und Sie herzlich um Unterstützung!

Die Arbeit von PRO HUMANITATE ist auf Nachhaltigkeit ausgelegt – beinhaltet aber eben auch akute „lebenserhaltende Maßnahmen“ wie unsere Lebensmittelhilfe. Sie können sich auf www.mfor.de umfassend über die Arbeit von PRO HUMANITATE informieren.

Bitte beachten Sie: Wir sammeln auch in diesem Jahr keine fertig gepackten Lebensmittelpakete, sondern bitten Sie um Spenden von Grundnahrungsmitteln u.ä., die wir hier in der Schule sammeln und ab 11. Dezember in „Normpakete“ verpacken. So ermöglichen wir eine bessere Verteilung vor Ort (bedürftige Familien werden individuell angefahren und bekommen die Hilfe, die sie benötigen) und schaffen v.a. eine bessere Auslastung des LKWs, da die Normpakete kompakter und besser gestapelt werden können. Achten Sie bitte immer auch auf das Haltbarkeitsdatum der Lebensmittel: Dieses muss – wenn eines genannt ist – bis mindestens Januar 2019 (!) laufen. Bitte beachten Sie die Informationen im Flyer!

Schokolade essen und Gutes tun…

schokolade_1Mehr als 500 Tafeln Schokolade wurden in den vergangenen Wochen an zwei Aktionstagen am Gymnasium Engen verkauft. Im Religionsunterricht hatten sich die Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse mit dem Thema Gerechtigkeit und Zukunft beschäftigt und wollten nun selbst einen kleinen Beitrag leisten, um die Welt ein wenig besser zu machen. Durch den Schokoladenverkauf unterstützen sie die 2007 durch den damals neunjährigen Felix Finkbeiner ins Leben gerufene Umweltorganisation „plant-for-the-planet“. Mit ihrer Aktion „Stop talking – start planting“ rufen Kinder in mehr als 100 Ländern der Erde zum Mitmachen auf. Jeder kann mithelfen, wenn er die „gute Schokolade“ kauft, die klimaneutral und fairtrade hergestellt wird. Mit dem Erlös werden weltweit Bäume gepflanzt und Umweltaktionen finanziert, durch die sich die Lebensverhältnisse der Menschen vor Ort verbessern sollen. Jeder gepflanzte Baum entzieht der Atmosphäre pro Jahr ca. 10 Kilogramm Kohlendioxid. Mit dem Verkauf der Schokolade und dem erzielten Gewinn, sammelten die Schülerinnen und Schüler Geld für mehr als 550 Bäume. Die Schokoladenaktion am Gymnasium wurde in Zusammenarbeit mit der BUND-Ortsgruppe Engen organisiert. Weitere gemeinsame Projekte sind angedacht – vielleicht auch einmal eine gemeinsame Baumpflanzaktion in Engen.

Lebensmittelaktion 2016

MFOR Hilfspaket MoldauAuch in diesem Jahr möchten wir in den Wochen vor Weihnachten mit unserem humanitären Bildungspartner PRO HUMANITATE Lebensmittel für bedürftige Menschen in der Republik Moldau sammeln. Wir bitten euch und Sie herzlich um Unterstützung!
Die aktuelle Flüchtlingskrise führt uns täglich vor Augen wie wichtig unsere Hilfe vor Ort ist: Nur wo wir es schaffen Menschen weltweit eine lebenswerte Heimat zu ermöglichen, verhindern wir Flüchtlingsströme. Die Arbeit von PRO HUMANITATE ist auf Nachhaltigkeit ausgelegt – beinhaltet aber eben auch akute „lebenserhaltende Maßnahmen“ wie unsere Lebensmittelhilfe. Sie können sich auf www.mfor.de umfassend über die Arbeit von PRO HUMANITATE informieren.
Pro Humanitate hilft in der Republik MoldauBitte beachten Sie: Wir sammeln auch in diesem Jahr keine fertig gepackten Lebensmittelpakete, sondern bitten Sie um Spenden von Grundnahrungsmitteln u.ä., die wir hier in der Schule sammeln und ab 09. Dezember in „Normpakete“ verpacken. So ermöglichen wir eine bessere Verteilung vor Ort (bedürftige Familien werden individuell angefahren und bekommen die Hilfe, die sie benötigen) und schaffen v.a. eine bessere Auslastung des LKWs, da die Normpakete kompakter und besser gestapelt werden können. Achten Sie bitte immer auch auf das Haltbarkeitsdatum der Lebensmittel: Dieses muss – wenn eines genannt ist – bis mindestens Januar 2018 (!) laufen. Sonst gibt es Probleme am Zoll…

Engener Schüler besuchen Konzentrationslager „Struthof“ in Natzweiler und Kriegsgräberstätte Bergheim

Natzweiler Struthof 2016 BergheimAm 4. Oktober besuchten die Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse das ehemalige Konzentrationslager „Struthof“ in Natzweiler und die Kriegsgräberstätte Bergheim.

Nachdenklich waren die Schülerinnen und Schüler bereits am nachgebauten Eingangstor des ehemaligen Arbeitslagers, das damals durch doppelten Draht und einen 2 Meter breiten „Todesstreifen“ gesichert war und noch heute so nachempfunden dasteht.

Nach der Führung durch die ehemaligen Gefangenenbaracke, in der heute Bilder, Karten, Erläuterungen zum Lagerleben und Originale zu finden sind, begaben sich die Gruppen zur Gefängnis- und Krematoriums-Baracke, wo die Authentizität dieses Ortes durch ausgestellte Schuhe von Gefangenen und den Krematoriums-Ofen noch sehr stark zu spüren ist. Nach der Führung konnten die Jugendlichen das zuvor Gehörte beim Rundgang durch den „Kartoffelkeller“ noch einmal nachlesen. Dieser Keller musste zwischen 1941 und 1944 von Gefangenen gebaut werden, um durch viel zu harte Arbeit und schlechtes, weniges Essen ihren Willen zu brechen. Wer zu langsam arbeitete, wurde von bissigen Schäferhunden angetrieben.

Natzweiler Struthof 2016 VolksbundMit diesen Eindrücken ging es weiter auf die deutsche Kriegsgräberstätte nach Bergheim, wo Bildungsreferent Sebastian Steinebach vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Erläuterungen zu diesem ebenfalls beeindruckenden Ort machte und Fragen der Schülerinnen und Schüler beantwortete. Besonders interessierte die Jugendlichen das Namensbuch, in dem sie nach ihren Familiennamen und den Namen von Freunden und Nachbarn suchen konnten.

Durch Fahrten dieser Art wird nicht nur zum Nachdenken angeregt, sondern auch das geschichtliche Interesse von Teilnehmenden geweckt. Die Stiftung Gedenken und Frieden des Volksbundes beteiligte sich großzügig an der Finanzierung dieser Exkursion.